American Football (englisch
für Amerikanischer Fußball) ist eine vor allem in
den
Vereinigten Staaten
außerordentlich
populäre
Sportart,
bei der zwei Mannschaften mit je elf Spielern versuchen,
den „eiförmigen“
Spielball
in die gegnerische Endzone zu bringen. Die Mannschaft im
Ballbesitz (Offense) versucht dabei, Raumgewinn
zu erzielen und eine bessere Feldposition zu erreichen.
Sie kann den Ball werfen (passing the ball) oder
tragen (running/rushing the ball). Die
verteidigende Mannschaft (Defense) versucht, dies
zu verhindern und selbst in Ballbesitz zu kommen.
Football ist vor allem geprägt von
taktischen
und
physischen
Elementen. Jeder Spieler hat eine bestimmte
Position
und eine ganz bestimmte Aufgabe. Die jeweiligen
Spielzüge der Offense sind dabei auf den Meter
genau vom
Trainer
(Head Coach oder Defense/Offense Coordinator)
vorgegeben. Um diese Aufgabe zu erfüllen, setzt der
Spieler je nach Position Kraft, Masse,
Gewandtheit
oder
Schnelligkeit
ein. Die Spieler sind dabei durch die charakteristische
Football-Schutzausrüstung mit u. a. Schulterpolster und
Helm geschützt. Angefeuert werden sie meistens durch die
Cheerleader.
Auf Grund der sehr
unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen
Positionen kann American Football von fast jedem
gespielt werden. Es fordert durch seine Spezialisierung
einen hohen Grad an
Mannschaftsgeist
und
mentaler
Stärke.
Entwicklung des Spieles
Hauptartikel:
Geschichte des American Football
American Football hat sich ab 1869
an
Universitäten
der
Ostküste der USA
entwickelt. Er hat seine Wurzeln im
Fußball
(vor allem in dessen englischen Vorläufern) und im
Rugby
sowie im
Canadian Football.
Die Football-Regeln entstanden dabei vor allem, weil
sich die
Colleges
für Spiele untereinander auf ein verbindliches
Regelwerk
einigen mussten. So fand das erste offizielle
Footballspiel zwischen den Universitäten
Rutgers
und
Princeton
statt. Die erste Serie über drei Spiele gab es zwischen
der
Harvard University
und der
McGill University
aus
Montreal,
Kanada.
Später gab es erste Turniere, vor allem zwischen
Harvard, Princeton,
Yale
und
Columbia.
Football war jahrzehntelang gleichbedeutend mit diesem
College Football,
der durch die
National Collegiate Athletic
Association (NCAA)
reguliert wird. Der inzwischen bekanntere Profi-Football
der
National Football League
(NFL, begründet 1919/1920) hat erst in den
1930er
Jahren abgewandelte Regeln eingeführt.
Pionier der ersten Stunde war vor
allem
Walter Camp.
Er schuf zum Beispiel 1880 mit der
Line of Scrimmage
eine neutrale Zone im Moment des
Snaps,
also der Ballübergabe vom
Center
zum
Quarterback,
die das Gedränge des Rugby ersetzte. 1882 wurde das
System der downs eingeführt, das einseitig auf
Ballkontrolle abzielende Strategien verhindern sollte,
indem die Offense gezwungen wurde, innerhalb
kurzer Zeit einen gewissen Raumgewinn zu erzielen. Camp
begrenzte auch die Anzahl der Spieler auf elf (1883) und
entwickelte heute noch gültige
Standard-Offense-Formationen.
In seinen Anfangsjahren war
American Football weit gefährlicher als heute. Die
Spieler hatten keine Schutzausrüstung und viele der
heute gültigen Regeln zum Schutz der Spieler existierten
nicht, insbesondere wurde der Ballträger oft von seinen
Teamkameraden vorwärts geschoben. Nachdem im Jahre 1905
achtzehn Tote infolge von Spielunfällen zu beklagen
waren, forderte
US-Präsident
Theodore Roosevelt
neue Regeln, um das Spiel sicherer zu machen. Dies
führte 1906 zur Einführung der neutralen Zone zwischen
den Linien, zur Regel, dass mindestens sechs (heute
sieben) Spieler an der Line of Scrimmage stehen müssen,
sowie zu verschiedenen anderen Schutzregeln. Die
weitreichendste Änderung war die Einführung des
Vorwärtspasses, während bis zu diesem Zeitpunkt
lediglich Laufspielzüge und Rückwärtspässe erlaubt
waren.
1910
wurden schließlich die verschränkten Formationen
verboten, was zu einem Rückgang von zum Teil tödlichen
Verletzungen führte. 1912 wurden die Größe des
Spielfeldes und die Zählweise der Punkte neu festgelegt,
sowie der vierte Versuch (Down) eingeführt. Damit
erhielt das Spiel schließlich seine moderne Form. Bis
heute werden allerdings jedes Jahr aufs Neue Regeln
modifiziert, sowohl mit dem Ziel der verbesserten
Sicherheit der Spieler, als auch im Bestreben, die
Attraktivität für den Zuschauer weiter zu steigern.
Varianten
Zu Varianten des American Football
gehören
Canadian Football
und
Arena Football,
auch wenn diese sich in manchen Regeln deutlich
unterscheiden. Das Spielprinzip, die Grundlagen, das
Spielgerät, die Aufteilung des Feldes und viele andere
Komponenten sind jedoch weitgehend identisch. Auf den
ersten Blick erkennbar sind die abweichenden
Spielfeldgrößen sowie sie Mannschaftsstärken. Der
Australian Football
gehört nicht zu dieser Gruppe, sondern ähnelt stark dem
Rugby. Im Freizeitsport wird
Flag Football
in kleinen Teams ohne jegliche Schutzausrüstung
gespielt, wobei ein
Tackle
durch Wegnehmen einer am Gürtel befestigten „Flagge“
simuliert wird.
Spielfeld
American-Football-Spielfeld
Gespielt wird auf einem 120 Yards
(109,7 Meter) langen und etwa 53 Yards (48,5 Meter)
breiten Spielfeld, das in zwölf gleich große Abschnitte
zu je 10 Yards eingeteilt ist (so genanntes „gridiron“
oder „Eisengitter“). Die 100 Yards in der Mitte werden
als aktives Spielfeld benutzt, die restlichen 10 Yards
an jedem Spielfeldende haben im Spielablauf eine
besondere Bedeutung und werden „Endzonen“
genannt. Am Ende jeder Endzone befinden sich zusätzlich
noch die so genannten „goal posts“ (Torpfosten).
Diese dienen als Tore und ähneln der Form einer
überdimensionierten
Stimmgabel.
Da der Ball beim Fieldgoal über die Latte fliegen
muss, wurden die beiden für das Spiel irrelevanten
Pfosten darunter aus Sicherheitsgründen entfernt und
durch eine einzelne zurückversetzte und gepolsterte
Stütze ersetzt.
Ausgehend von den Endzonen sind im Abstand von je
5 Yards Querlinien eingezeichnet und aller 10 Yards
befindet sich eine entsprechende Beschriftung. Die
Zählung der Yard-Linien beginnt an beiden Endzonen bei
Null (genannt „goalline“) und trifft sich dann in
der Mitte an der 50-Yards-Linie. Der Bereich von der
20-Yards-Linie bis zur Endzone wird als die so genannte
„red zone“ bezeichnet, da bei einem Ballbesitz in
diesem Bereich die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu
punkten, relativ hoch ist.
Darüber hinaus wird das Spielfeld
in Längsrichtung von zwei parallelen Reihen von „hash
marks“ unterteilt. Endet der letzte Spielzug
außerhalb dieser Markierungen, startet der nächste
Spielzug auf der nächstgelegenen „hash mark“. Die
„hash marks“ haben außerdem eine
1-Yard-Unterteilung, die den Schiedsrichtern beim
korrekten Platzieren des Balles hilft. Die „hash
marks“ haben im Profifootball einen Abstand von
18,6 Fuß
(5,67 Meter), beim Amateur- und Collegefootball von
40 Fuß (12,2 Meter).
Amateur-Football-Partien in Europa
werden meist auf einem
Fußballplatz
ausgetragen. Da diese deutlich breiter als ein
Footballfeld sind und der Abstand der Tore nicht den
120 Yards bzw. ca. 110 Metern entspricht, die ein
Footballfeld erfordert, wird das Feld in zwölf gleich
große Abschnitte unterteilt und die Kette in ihrer Länge
entsprechend angepasst. Falls die Fußballtore selbst
nicht durch ein Footballtor ersetzt werden können, wird
mittels Polster an den Pfosten das Verletzungsrisiko der
Spieler vermindert. Mit zusätzlichen Peilstangen an den
Pfosten wird dann ein Footballtor improvisiert.
Grundregeln
Grundgedanke des Spiels ist es, Raum zu gewinnen. Da ein
Spielfeld (100 Yards) räumlich begrenzt ist, wird das
Erreichen der Endzone mit Punkten belohnt. Hierbei
wechselt dann ebenfalls das Angriffsrecht. Punkte in
unterschiedlicher Anzahl können auf verschiedene Weisen
erzielt werden.
Die
Regeln
weichen je nach Organisation teilweise voneinander ab.
Im Amateurbereich gelten nahezu unverändert die NCAA-Regeln,
sowohl im europäischen Dachverband EFAF wie auch
im Weltverband IFAF, im Gegensatz zur NFL.
Punkte
Punkte können erzielt werden, wenn
der Football mittels eines Lauf- oder eines
Passspielzugs (run bzw. pass) über die
gegnerische goalline getragen oder in der Endzone
gefangen wird. Der Spieler muss bei einem Passspielzug
mit beiden Beinen in der Endzone aufkommen und dabei den
Ball kontrollieren, d. h. ihn sicher gefangen haben. Bei
einem Laufspielzug genügt es, wenn der Ball die
imaginäre Goalline durchstößt, während der ihn
kontrollierende Spieler sich innerhalb des Spielfeldes
befindet bzw. die Innenseite eines Cones
(Spielbegrenzungsfähnchens) berührt. Selbiges gilt, wenn
ein Pass vollständig ist und der receiver
(Fänger) nach dem catch (Fang) bis in die Endzone
läuft. Dies ist ein
Touchdown
(TD), der sechs Punkte zählt. Touchdowns können auch
nach
Interceptions
oder
Fumbles
erzielt werden (defensive TD).
Falls ein Touchdown nicht mehr
erreichbar erscheint, wird meist ein Kick durch die
gegnerischen Torstangen versucht, wobei durch ein
solches Field Goal drei Punkte erzielt werden. In der
NFL Europa
zählen Field Goals, die aus einer Weite über 50 Yards
erzielt werden, vier Punkte.
Nach
einem Touchdown hat die angreifende Mannschaft zudem die
Möglichkeit, den Spielstand relativ sicher durch einen
PAT (point after touchdown, engl. Punkt nach
dem Touchdown, das Kicken des Balles durch die
gegnerischen Torstangen) um einen oder durch eine 2
point conversion (engl. 2 Punkt-Verwandeln,
das erneute Tragen oder Werfen des Balles in die Endzone
des Gegners) um zwei Punkte zu erhöhen. Die 2 point
conversion ist jedoch erheblich schwieriger zu
erzielen. Beide Varianten werden in der Regel von der
gegnerischen 2-Yards-Linie ausgeführt, können aber durch
eine Strafe bedingt auch aus größerer Entfernung
beginnen.
Darüber hinaus kann die
verteidigende Mannschaft einen
Safety
erzielen, der der betreffenden Mannschaft zwei Punkte
und das Angriffsrecht gibt.
Spielzüge
Typischer
Spielzug aus einem Playbook. Passspielzug
aus der I-Formation.
American Football wird als eine
Folge von Spielzügen (Plays) gespielt. Alle
aufeinanderfolgenden plays eines Teams, ohne dass
das Angriffsrecht wechselt, nennt man drive. Der
Offense stehen dabei jeweils vier Versuche (downs)
zur Verfügung, um mindestens zehn Yards Raumgewinn zu
erreichen und damit das Angriffsrecht für weitere vier
Versuche zu erhalten (neues First down). Gelingt
ihr dies nicht, muss sie den Ball abgeben und die andere
Mannschaft erhält das Angriffsrecht (turnover on
downs). Wenn nach drei Versuchen absehbar ist, dass
der nötige Raumgewinn nicht erzielt werden kann, wird im
vierten Versuch der Ball meistens durch einen
Punt
möglichst weit in die gegnerische Hälfte gekickt, damit
der Gegner das Angriffsrecht in einer möglichst
schlechten Position übernehmen muss. In guter
Feldposition wird mitunter auch der vierte Versuch
ausgespielt. Dies trifft zu, wenn die Position der
Offense auf dem Feld recht gut (weit vorne) ist, dass
ein Turn over on downs verkraftet werden kann,
aber ein field goal-Versuch noch nicht möglich
ist. Ebenso kann eine wenig aussichtssreiche
Spielsituation unabhängig von der Feldposition eine
Mannschaft dazu nötigen, auch risikoreiche downs
auszuspielen, um in Ballbesitz zu bleiben. Zu Beginn
eines Spielzuges befindet sich eine Mannschaft in
Ballbesitz und somit im Angriff (Offense). Sie
muss versuchen, durch Pass- oder Laufspielzüge Raum zu
erobern, um schließlich die Endzone zu erreichen und
Punkte zu erzielen (siehe oben). Ein Spielzug startet,
wenn der Ball
bewegt
wird.
Passspielzug
Der Quarterback (oder ein anderer
offensiver Spieler) versucht den Ball einem legalen
Receiver (WR, TE, HB, FB, siehe bei Spieler) zuzuwerfen,
der eine vorher festgelegte
Passroute
läuft. Dabei muss sich der Werfer hinter der
Line of Scrimmage
befinden. Der Pass kann unvollständig (incomplete)
sein, gefangen (Catch) oder von der Defense
abgefangen (Interception) werden. Ein Pass ist
incomplete wenn er den Boden berührt (durch einen
schlechten Wurf oder einen Verteidiger) oder out of
bounds ist (gefangen, ohne dass der Receiver beide
Füße in bounds hatte). Der nächste Versuch
startet dann auf der Höhe der alten Ballposition (LoS
– Line of Scrimmage). Nach einem Catch darf
der Spieler so weit laufen, wie er kann (YAC – yards
after catch). Wird er zu Boden gebracht oder
verlässt das Spielfeld (player outbounds), ist
der Spielzug beendet. Das nächste Down startet
dann aber an der Stelle, wo der vorherige Spielzug
gestoppt wurde. Bei einem Passspielzug dürfen die
Spieler der Interior
Offensive Line
nicht vor dem Pass über die Line of Scrimmage (downfield)
gehen. Pro Spielzug ist nur ein Vorwärtspass
erlaubt, wobei dieser von hinter der Line of Scrimmage
kommen muss. Wird der Quarterback getackled, bevor er
die Line of Scrimmage überquert oder bevor er einen Pass
wirft, zählt das als sack (gesprochen „säck“).
Eine besondere Variante des Passspiels ist der sog.
Lateral-Pass; dabei wird der Ball parallel zur Line of
Scrimmage, bzw.nach hinten geworfen. Dies darf, ebenso
wie sogenannte Handoffs, beliebig oft pro
Spielzug wiederholt werden. Des Weiteren ist es dem
Quarterback erlaubt, selbst als Ballträger zu fungieren
und Raumgewinn zu erzielen (Scrambling). Der
Spielzug zählt dann aber als Laufspielzug. Hervorragende
Beispiele hierfür sind
Michael Vick,
Quarterback der
Atlanta Falcons
und
Donovan McNabb,
Quarterback der
Philadelphia Eagles.
Die
Passrouten
der WR sind genau festgelegt.
Laufspielzug
Laufspielzüge
werden durch ein Übergeben des Balls oder durch ein
einfaches Zuwerfen (pitch/Lateral – kein
Vorwärtspass) an einen Ballträger eingeleitet.
Ballträger sind gewöhnlich Runningbacks, also Halfback
und Fullback. Es kann aber auch jeder andere Spieler der
Offense sein, außer den Offensive Linemen. Der
Ballträger versucht nun, so weit wie möglich vorwärts zu
kommen, während seine Mitspieler die Verteidiger zu
blocken versuchen, was eigentlich nur ein 'vom-tacklen-Abhalten'
ist. Der Spielzug endet mit einem Tackle oder dem
Verlassen des Spielfeldes.
Turnover
Turnover
bedeuten den Wechsel des Angriffsrechts und resultieren
durch Interception, Fumble, einen Fieldgoal-Versuch oder
durch Nichterreichen eines First Downs beim
ausgespielten vierten Versuch ("Turnover on Downs").
Clock-Management
Die Spielzeit in den USA und der
NFL Europa beträgt vier mal 15 Minuten
(quarter). Highschoolteams sowie die
Amateurmannschaften Europas spielen lediglich vier mal
12 Minuten. Die Pausen zwischen den Quartern beträgt 1 Minute
und die Halbzeitpause maximal 20 Minuten.
Die Uhr stoppt während der Spielzeit bei einer
Auszeit,
einem unvollständigen Pass, wenn der Ballträger out
of bounds geht, nach erzielten Punkten, bei manchen
Strafen und den zwei two-minute-warnings zwei Minuten
vor dem Ende jeder Halbzeit. Wenn der Ballträger in
bounds gestoppt wird läuft die Uhr weiter. Ein
Spielzug muss in der NFL 40 Sekunden nach dem Ende des
letzten beginnen, nach einem time out nach
60 Sekunden (angezeigt auf der play clock). Im
College (NCAA)
sowie in Europa muss ein Spielzug 25 Sekunden nach der
Ballfreigabe durch den Referee beginnen. Daraus ergeben
sich je nach Spielsituation gegen Ende des Spiels viele
strategische Möglichkeiten. Hat die führende Mannschaft
den Ball, kann sie Zeit schinden, indem sie
Laufspielzüge ausführt und die Uhr herablaufen lässt.
Die Defense kann dann mit time-outs das Verstreichen von
40 Sekunden verhindern. Im Gegenzug wird das kurz vor
Ende zurückliegende Team Pässe nahe der Seitenlinie
spielen.
Overtime
Sollte nach der regulären
Spielzeit ein Punktegleichstand herrschen folgt eine
Overtime. Dabei unterscheiden sich die Regeln von
NFL und NCAA grundsätzlich voneinander. Bei der NFL wird
eine 15 minütige Verlängerung nach dem
Sudden-Death-Prinzip
gespielt. Zuerst erfolgt der Münzwurf (Toss). Der
Gewinner entscheidet, ob er angreift (Offense)
oder verteidigt (Defense). Für gewöhnlich wird
das Angriffsrecht gewählt. Es folgt anschließend wie
gewöhnlich der Kick-off. Es gewinnt jene
Mannschaft, die zuerst Punkte erzielt, egal auf welche
Weise. Sollten nach Ende der 15 Minuten keine Punkte
erzielt worden sein, so endet das Spiel unendschieden,
bzw. in Entscheidungsspielen z.B. den
Playoffs
werden solange Overtimes angehängt bis eine
Entscheidung herbeigeführt ist. Bei den NCAA-Regeln hat
jedes Team in der Overtime einen drive,
wobei dieser jeweils an der gegnerischen 25-Yards-Linie
gestartet wird. Im Gegensatz zum Sudden-Death haben
beide Teams gleiche Chancen. Sollte nach einer
Overtime Gleichstand herrschen, werden so lange
Overtimes angehängt, bis es eine Entscheidung gibt.
Ab der dritten Overtime ist ein PAT nicht mehr
zulässig. Nach einem Touchdown muss daher eine
2-point-conversion gespielt werden.
Strafen
Regelverletzungen werden mit Strafen geahndet. American
Football hat eines der umfangreichsten Regelwerke aller
Sportarten. Wegen seiner physischen Härte besteht ein
hohes Verletzungsrisiko. Die meisten Regeln dienen daher
dazu, Verletzungen der Spieler zu vermeiden. Keine
Regeln, sondern freiwillige Vereinbarungen sind die
rules of conduct genannten Verhaltensregeln für
Spieler und Coaches.
Beim
American Football werden Strafen durch die
Schiedsrichter mit Hilfe von gelben Flaggen auf den Ort
des Fouls (Spot of Foul) angezeigt. Der Grund
ist, dass viele Strafen nicht sofort zur Unterbrechung
des Spielzuges führen, sondern erst im Anschluss
verhängt werden. Bei Strafen gegen beide Teams heben
diese sich u. U. gegenseitig auf.
Grundsätzlich werden Regelverstöße mit Yard-Strafen,
d. h. mit Raumverlust, geahndet. Das gegnerische Team
kann dabei meist entscheiden, ob es die Strafe annimmt
(dann wird der Versuch mit dem entsprechenden
Yard-Verlust wiederholt) oder ablehnt (dann wird ganz
normal der nächste Versuch gespielt). Wird durch eine
Strafe gegen die Defense die line to gain (Die
Linie, die die Offense erreichen muss, um vier neue
Versuche zu bekommen) erreicht, erhält die Offense ein
neues First Down. Einige Strafen beinhalten auch ein
automatisches First Down.
Die
Endzone kann allerdings durch Strafen nicht erreicht
werden. Der Abstand zur Endzone wird maximal halbiert (half
the distance to the goalline). Nicht jedoch bei
Pass Interference, da dort am Punkt des Fouls
weitergemacht wird.
Bei
besonders schweren Vergehen kann ein Spieler auch vom
Spiel ausgeschlossen (ejected) werden. Dies gilt
insbesondere bei Fouls mit Verletzungsabsicht, grob
unsportlichem Verhalten sowie Beleidigung von
Schiedsrichtern. Priorität hat immer der Schutz der
Spieler vor Verletzungen und die Kontrolle des
Spielgeschehens.
Einige der wichtigsten Regelverstöße und die Strafen
nach den NCAA-Regeln:
Schiedsrichter
Aufgrund der Komplexität und des
oft unübersichtlichen Spielgeschehens gibt es beim
American Football eine ganze
Schiedsrichter-Crew.
Sie besteht aus mindestens drei im Jugendbereich, in den
Amateurligen normalerweise fünf, in den höheren Ligen
sieben Schiedsrichtern, wobei jeder Schiedsrichter einen
bestimmten Bereich des Spielfeldes beobachtet und für
spezielle Aufgaben zuständig ist. Oberschiedsrichter ist
der Referee, umgangssprachlich hin und wieder
auch Whitecap genannt, erkennbar an seiner weißen
Kappe (die anderen Schiedsrichter haben schwarze
Kappen). Der Legende nach soll die Kappe das weiße Haar
eines erfahrenen Mannes symbolisieren. In der Tat waren
im Verlauf der Geschichte (speziell der Profiliga NFL)
jedoch auch schon sechs Schiedsrichter mit weißen Kappen
unterwegs und nur der Referee trug eine schwarze. In der
Regel positioniert er sich hinter dem
Quarterback
und richtet über Downs und Strafen. Weitere
Schiedsrichter sind der Umpire, welcher sich
jeweils zwischen oder hinter den
Linebackers
aufstellt und meistens den Ball sichert und für den
nächsten Spielzug positioniert. An die
Line of Scrimmage
stellen sich jeweils der Linesman und Line
Judge. Ersterer ist für die Kette (Line to gain
indicator) verantwortlich. Für die weiten Pässe sind
Back Judge (auch verantwortlich für die
25-Sekunden-Uhr), Field Judge und Side Judge
(in der Regel der Zeitnehmer) zuständig. In Deutschland
ist es mittlerweile so, dass der Back Judge die
Spielzeit misst und der Side Judge die 25-Sekunden-Uhr
verwaltet. In den Profiligen ist diese
Aufgabenverteilung mitunter abweichend.
Zur
Ausrüstung der Schiedsrichter gehören unter anderem die
gelben Flaggen zum Markieren eines Fouls und die weißen
(in Profiligen blauen) Beanbags (Bohnensäcke) zum
Markieren wichtiger Spots.
Coach's
Challenge
Die NFL ist bis heute eine der
wenigen Sportligen, in der der
Videobeweis
zur Überprüfung strittiger Szenen eingeführt wurde.
Zweimal pro Spiel kann ein Coach eine solche Überprüfung
durch das Werfen einer roten Flagge auf das Spielfeld
beantragen, sodass die fragliche Entscheidung, sofern
ihm Recht gegeben wird, revidiert wird. Strittige
Entscheidungen sind z. B., ob es ein Fumble war,
wo genau der Spieler down war oder ob ein Pass
inbounds gefangen wurde. Waren beide Beanstandungen
gerechtfertigt, erhält der Coach eine dritte Challenge.
Eine verlorene Challenge resultiert in der Aberkennung
eines time outs. Nach der Two Minute Warning
(die letzten zwei Minuten vor Ende jeder Halbzeit) sowie
in einer Overtime (Verlängerung bei Gleichstand
nach dem 4. quarter) kann nur noch der
Oberschiedsrichter und der offizielle Spielerbeobachter
eine Challenge beantragen.
Spieler
Die
Spieler im American Football sind üblicherweise
Spezialisten für ihre Position. Da bei jedem Spielzug
ausgewechselt werden darf, können immer die für den
geplanten Spielzug am besten geeigneten Akteure
eingesetzt werden, sofern dies nicht die Absichten
verrät. Insbesondere die Angriffsformationen können auf
mehrere Hundert Spielzüge und Kombinationen
zurückgreifen. Als Gedächtnisstütze und zur Vermeidung
von Fehlern tragen viele Spieler ein Band am Arm, an
dessen Innenseite Zahlen, Namen, Positionen, Spielzüge
und anderweitige Dinge zum Spielverlauf in Stichpunkten
notiert sind.
Offense
Der
Quarterback (QB) ist der zentrale Spieler der
Offense. Er ist der Spielmacher und erhält zu Beginn
eines Spielzuges den Ball von seinem Center (C),
der vor ihm steht, durch dessen Beine nach hinten
zugespielt. Damit ist der Center bei jedem Spielzug am
Ball. Der Quarterback hat die Aufgabe, den vom
Haupttrainer (Headcoach), in manchen Mannschaften
auch vom Offense-Trainer (Offensive Coordinator),
geplanten Spielzug umzusetzen und notfalls, in Reaktion
auf die Spielsituation, anzupassen (Audible).
Üblicherweise übergibt er den Ball dann an einen
Ballträger (Runningback) oder wirft ihn zu einem
Passempfänger (Receiver). Ohne Quarterback kommen
nur Special-Teams aus.
Vor
dem Quarterback stehen die Offensive Linemen (OL).
Sie werden unterschieden in Center, Guards
und Tackles (von innen nach außen). Diese
üblicherweise sehr großen und schweren Spieler haben die
Aufgabe, den Quarterback vor den Verteidigern zu
schützen (Pocket-Bildung beim Pass) und bei
Laufspielzügen den Weg für den Ballträger freizublocken.
Tackles sind dabei die schwersten und kräftigsten
Spieler im Angriff. Ihre Aufgabe ist kräftezehrend und
erfordert eine hohe Konzentration. Dem steht meist nur
wenig Publikumsaufmerksamkeit gegenüber, was diese
wichtige Position recht undankbar macht. Guards haben
ähnliche Aufgaben wie Tackles. Ein Guard wird
gelegentlich auch für so genannte Pull-Manöver
eingesetzt. Dabei blockt er nicht von seiner
ursprünglichen Position aus, sondern zieht hinter der
O-Line nach außen, läuft dann erst feldabwärts und räumt
dem Ballträger den Weg frei.
Die
Ballträger selber werden Runningback (RB) oder
Tailback genannt, da am hinteren Ende der
Angriffsformation aufgestellt. Man unterscheidet
zwischen Fullback (FB) und Halfback (HB).
Der Fullback ist schwerer und kräftiger als der Halfback
und wird in Situationen eingesetzt, in denen nur wenige
Yards Raumgewinn erzielt werden müssen. Ansonsten
fungiert er überwiegend als Vorblocker für den Halfback
und als zusätzlicher Blocker bei Passspielzügen. Bei der
Aufstellung gibt es auch hier verschiedene Formationen
(z. B. Wishbone-, I-, Pro-Formation).
Bei
einem Pass wird der Ball vom Quarterback in der
Regel zu einem der Wide Receiver (WR) geworfen,
der aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit sehr schnell
und weit in das gegnerische Territorium vordringen kann
oder kürzere routes läuft. Weitere Optionen sind
die Runningbacks oder Tight Ends. Legale Passempfänger
sind alle Spieler außer der O-Line. Mindestens sieben
Spieler müssen beim Snap an der Line of Scrimmage
stehen.
Der
Tight End (TE) ist an einem Ende der Offensive
Line aufgestellt, wie ein zusätzlicher Lineman. Er ist
aber passempfangsberechtigt. Der Tight End ist ein
Allroundspieler, der je nach Situation blockt wie ein
Offensive Lineman oder den Ball fängt wie ein
Wide Receiver. Zudem wechselt er oft als „Man in
Motion“ vor dem Snap seine Position um dann z. B. auch
als Vorblocker für Laufspielzüge, oder auch selbst als „Runningback“
zu fungieren.
Defense
Allen
defensiven Spielern ist gemein, dass sie Raumgewinn
verhindern sollen, indem sie den Ballträger stoppen,
Pässe verhindern oder sonst wie störend eingreifen
sollen. Hinzu kommen aber noch positionsspezifische
Aufgaben.
Die
Defensive Linemen (DL) stehen der Offensive
Line direkt gegenüber, wobei diese Spieler auch eine
vergleichbare schwere Statur haben. Die Abwehrlinie soll
das Freiblocken von Lücken für den gegnerischen
Runningback verhindern. Bei Passspielzügen sollen sie
den Quarterback durch Druck zu Fehlern zwingen oder
gleich sacken. Bei den Defensive Linemen wird
zwischen Defensive Ends (DE) und Defensive
Tackles (DT) unterschieden. Die Defensive Ends
stehen an den Enden der Defensive-Line. Sie sind agiler
als ihre D-Line-Kollegen, da sie Läufe des gegnerischen
Ballträgers über die Außenseite verhindern bzw. von
außen Druck auf den gegnerischen Quarterback ausüben
sollen und damit längere Wege gehen müssen. Die
Defensive Tackles sollen in der Mitte die Stellung
halten und verhindern, dass dort Raumgewinne erzielt
werden. Manche Teams benutzen zwei Tackles, manche drei,
andere dagegen nur einen. Der mittlere Mann wird dann
auch Nose Tackle oder Nose Guard genannt,
weil er dem Center des Gegners „Nase an Nase“
gegenübersteht.
Die
Linebacker (LB) stehen dicht hinter der Defensive
Line. Sie müssen kräftig genug sein, um den Durchbruch
eines Runningbacks zu stoppen oder bei Blitzes
druckvoll zum Quarterback vorzudringen. Gleichzeitig
sind sie auch in der Passverteidigung wichtig, da sie
den vorderen Bereich gegen kurze, schnelle Pässe
abdecken können müssen. Bei Spielzügen mit vier oder
fünf Receivern sind die Linebacker aber nicht so flink,
dass sie die Receiver bei langen Pässen decken können.
Damit die Offense aus dieser Überzahlsituation (viele
schnelle Wide Receiver gegen wenige schwere Linebacker)
nicht zu viele Vorteile ziehen kann, werden daher die
Linebacker gegen Cornerbacks ausgetauscht (Nickel- und
Dime-Formation). Die hintere Verteidigungsreihe bilden
die Safeties (S), die zusammen mit den
Cornerbacks (CB) die Defensive Backs (DB)
(auch Secondary genannt) darstellen. Die CBs verteidigen
hauptsächlich gegen ein gegnerisches Passspiel, die
Safeties sind dagegen eher eine Art letzte Bastion, wenn
es den vorderen Reihen nicht gelungen ist, einen
Ballträger zu stoppen. Bei den Safeties unterscheidet
man zwischen dem „Strong Safety“ und „Free Safety“. Der
Strong Safety ist kräftiger und steht etwas näher an der
Line of Scrimmage (oft auch in der Linebacker-Reihe,
circa fünf Yards hinter der Line), weil er gegen den
Laufspielzug arbeitet und den Tight End abdeckt, der
eher kurze Laufrouten hat und deutlich schwerer als ein
gewöhnlicher Receiver ist. Der „Free Safety“ hat eher
Cornerback-artige Eigenschaften. Er agiert als
zusätzlicher Cornerback im tiefen Rückraum und deckt
entweder die tiefe Zone ab oder hilft Cornerbacks beim
Covern der Receiver.
Damit
die Abwehrspieler nicht unkontrolliert eigenständig
agieren, gibt es hier (wie auch in der Offense) sehr
genau vorausgeplante Spielzüge, die vom Defensive
Coordinator und dem Headcoach während des
Spieles angesagt werden, um auf die Offense(-Formation)
zu reagieren.
Die gebräuchlichsten Aufstellungen
in der Defense, sind die 4-3 und die 3-4
Defense welche unter dem Sammelbegriff
7-Man-Front zusammengefasst werden. Bei der 4-3
Defense befinden sich vier Spieler in der
Defensive Line, drei Linebacker dahinter,
sowie je zwei Cornerbacks und Safeties auf
dem Feld. Eine 3-4 ist beweglicher, man kann
durch die vier Linebacker leichter einen
Blitz
(Angriff auf den gegnerischen Quarterback) durchführen
und/oder die Passempfänger decken. Allerdings benötigt
man drei starke Männer in der Defensive Line, die gegen
fünf direkte Gegenspieler bestehen müssen.
Im
Amateur- und Collegebereich werden auch häufiger
8-Man-Fronten gespielt. Dazu gehören zum Beispiel
die 5-3, 4-4 und 6-2. Diese Fronten
eignen sich besser gegen das Laufspiel, weisen aber beim
Passspiel größere Schwächen auf. Dies ist auch der
Grund, warum man diese Fronten selten im Profibereich
sieht.
Typische Passverteidigungen sind die Nickel,
Dime und Quarter. Bei diesen werden ein oder
mehrere Defensive Backs gegen Lineman und/oder
Linebacker ausgetauscht. In Shortyardage und
Goallinesituationen wird eine sogenannte Goalline
Defense gespielt. Diese besteht normalerweise aus
mindestens 6 Defense Linemen, die die Gaps der Offense
schließen sollen.
Die 46-Defense ist eine spezielle
Verteidigungsformation, die sehr stark auf Blitz
ausgelegt ist. Sie wurde in den 80er Jahren vom
damaligen Defense Coordinator der
Chicago Bears
Buddy Ryan entwickelt. Sie war ein entscheidender Faktor
für deren Superbowlsieg
1985.
Den Namen verdankt sie der Rückennummer des damaligen
Strong Safeties Doug Plank.
Special
Teams
Special Teams treten nur in besonderen
Spielsituationen an, meist wenn der Ball gekickt werden
soll, also wenn eine Mannschaft durch den Kicker
(K) den Kickoff durchführt (Beginn des Spiels
bzw. nach jedem Touchdown), ein Fieldgoal
versucht oder punten muss, was der Punter
(P) übernimmt.
Beim
Kickoff wird der Ball von der Mitte der eigenen
30-Yard-Linie (bei Amateurligen oft von der 35)
getreten, und ein gegnerischer Ballempfänger (Kickoff-Returner)
versucht, den Ball so weit wie möglich zurückzutragen.
Ein Fieldgoalversuch beendet den Ballbesitz, egal bei
welchem der vier Downs er versucht wird. Bei Ballbesitz
zwischen 35-Yard-Linie und der Endzone spricht man von
Fieldgoal-Reichweite, da mit Endzonenbreite und
weiteren ca. sieben Yards insgesamt 50 Yards Distanz
erreicht werden, aus der man dem Kicker noch ein
erfolgreiches Field Goal zutraut. In günstigen
Situationen (z. B. Windy City Chicago) sind aber
auch Field Goals aus über 60 Yards möglich.
Der
Kickoff-Returner (auch Kick- oder Punt-Returner
genannt) braucht den meisten Mut. Er soll den Ball
fangen und in Richtung gegnerische Endzone tragen. Alle
elf Gegner wollen ihn natürlich stoppen. Der Returner
kann auch vor dem Fang des Balles durch Schwenken der
Arme über dem Kopf einen so genannten Fair Catch
anzeigen. Dann darf er vom Gegner nach dem Fang nicht
angegriffen werden, darf den Ball aber auch nicht
returnen.
Da
ein Kickoff im Gegensatz zum Punt immer
ein „freier Ball“ ist, und somit von beiden Mannschaften
aufgenommen werden kann, muss der Returner entscheiden
ob er in der Situation ist den Ball sicher zu fangen und
noch Raumgewinn zu erziehen, oder ob er schon so von den
anstürmenden Gegnern unter Druck steht, dass er den
Fair Catch anzeigt. Wird der Ball vom Kicker in die
gegnerische Endzone gekickt, so spricht man von einem
Touchback. Nach einem Touchback startet die
gegnerische (receivende) Mannschaft den Angriffsversuch
von der eigenen 20-Yard-Linie. Fängt ein Receiver den
Ball weit in der eigenen Endzone und will den Ball,
z. B. wegen anstürmender Gegner, nicht mehr ins Spiel
bringen, so kann er sich in der Endzone hinknien, was
ebenfalls einen Touchback bedeutet.
Darüber hinaus gibt es auch die taktische Variante eines
so genannten Onside-Kicks. Dabei versucht die
Mannschaft, die gerade gepunktet hat und daher kickt,
gleich wieder in Ballbesitz zu kommen. Sie führt daher
einen kurzen flachen Kick aus, im Idealfall springt der
Ball aufgrund seiner Ei-Form dabei so auf, dass er von
der gegnerischen (receiving) Mannschaft nicht
kontrolliert werden kann. Die kickende Mannschaft kann
den Ball aufnehmen, wenn er zehn Yards passiert hat oder
von einem Spieler der anderen Mannschaft berührt wurde.
Diese taktische Variante wird meistens gespielt, wenn
eine Mannschaft kurz vor Ende noch einmal verkürzen
kann, aber noch weitere Punkte benötigt.
Im
Falle einer Puntes ist ein Fair Catch nicht
unbedingt notwendig. Wenn der Returner den Ball einfach
nicht fängt und ein Gegner berührt den zu Boden gefallen
Ball, ist der Spielzug beendet und der nächste Spielzug
beginnt an der Stelle. Entscheidet er sich aber den
Punt zu fangen und lässt den Ball fallen, ist es
wieder ein „freier Ball“.
Mit einem Punt verzichtet die
Offense auf das Ausspielen des aussichtslosen vierten
Downs, um der gegnerischen Offense den Ball nicht an Ort
und Stelle überlassen zu müssen. Der Punter fängt den
Ball nach dem
Snap
mit der Hand und kickt ihn im hohen Bogen fort, damit
der Ball lange in der Luft bleibt und der mögliche
Fänger rechtzeitig von den eigenen Spielern erreicht
wird. Eine spezielle Art des Punts gibt es nach einem
Safety. Beim sog. Free Kick puntet der Spieler
den Ball ohne Snap und ohne Druck der Verteidigung von
der eigenen 35-Yard-Linie aus weg.
Taktik
Dass
Football häufig als „Rasenschach“ bezeichnet wird, kommt
nicht von ungefähr. Durch die Vielzahl an
Aufstellungsmöglichkeiten, Spielsituationen und die
individuellen Stärken und Schwächen der Mannschaft sind
ganze Philosophien über Spielsysteme und Taktik
entstanden wie z. B. die West coast offense.
Nicht zuletzt lassen die komplexen Regeln Freiraum für
allerlei ausgefallene Spielzüge. Es ist theoretisch
möglich aus jeder Feldposition zu punkten und das mit
den verschiedensten Spielzügen.
Aus
all diesen plays, ob offensiven oder defensiven,
ergeben sich für jedes Team am besten geeignete
Spielzüge, die in einem Playbook zusammengefasst
sind.
Laufspielzüge
Das
Laufspiel
könnte man als Basis der Spielzüge bezeichnen.
Laufspielzüge sind relativ leicht auszuführen, da der
Ball vom Quarterback üblicherweise einfach an einen
Runningback übergeben wird (handoff), der dann
versucht, so viel Raumgewinn wie möglich zu erzielen.
Durch die Einfachheit ist das Verhältniss
Laufspielzüge/Passspielzüge in niedrigen Amateurligen
eher stark auf das Laufspiel ausgelegt. Doch auch in der
NFL, wo sehr passlastig gespielt wird, kann das Rushing
ein großen Stellenwert einnehmen, gerade wenn man einen
Ausnahme-Runningback und eine entsprechend starke
Offensive Line zur Verfügung hat. Als Paradebeispiel
dafür lässt sich
Terrell Davis
aufführen. Im
Super Bowl XXXII
war er durch Migräne fast blind und konnte nicht mehr
weiterspielen. Trotzdem musste er noch einen letzten
Spielzug machen, weil die gegnerische Defense sonst ohne
ihn auf dem Feld nie auf den
Play-action Fake
hereingefallen wäre. Der Spielzug wurde zu einem
Touchdown verwandelt.
Durch
ein starkes Laufspiel der Offense, kann die Defense
selbst in (sicher) zu erwartenden Passsituationen nie
die Verteidigung gegen Laufspielzüge ganz
vernachlässigen. Das wiederum eröffnet mögliche Lücken
in der Passverteidigung. Dieser Effekt ist natürlich
auch andersherum wirksam. Kurz gesagt muss eine gute
Mannschaft Lauf- wie Passspiel beherrschen, damit die
gegnerische Defense sich nicht auf den Angriff
einstellen kann.
Modernes
Laufspiel heute: Zone-Offense
Im
Laufe der Achtziger Jahre gewann das Laufspiel mit den
sogenannten "Zone-" oder "Stretchplays" eine neue
Dimension. Erstes Ziel dieser Variante ist es der
Defense die Standardkeys für ein Laufspiel zu nehmen (
Zum Beispiel ist der erste Schritt der Offense-Line nach
Hinten oder zur Seite und nicht wie üblich nach vorne).
Es werden der erste und der zweite defenesive Layer
(D-Line Linbacker) attackiert. Dabei wird nicht wie
üblich ein Spieler attackiert sondern, wie der Name
schon sagt eine bestimmte Zone. Dem Runningback fallen
dabei sehr viel mehr Aufgaben zu als bei einem
Standardspielzug. Er muss den sogenannten "flow"
auslösen, also die Bewegung der Defenese in die Zone.
Danach stehen ihm normalerweise 3 Wege zur Verfügung:
1.Cutback: der "flow" ist sehr stark und der Runningback
cutted gegen die Bewegung. 2 Follow through: Die Block
"sitzen und der Runningback folgt gerade seinen
Blockern. 3 Jump out: der "flow" ist nicht stark genug
und der Running back bewegt sich weiter nach aussen.
Passspielzüge
Das so genannte Passspiel
ist im Gegensatz zum Laufspiel weit schwieriger
auszuführen. Es bedarf eines wurfstarken und präzisen
Quarterbacks und eines sicheren Fängers. Damit der
Ablauf eines Passes reibungslos verläuft, müssen der
Quarterback und seine Receiver gut aufeinander
eingespielt sein, da bei vielen Pässen das Timing eine
große Rolle spielt. Weiterhin muss der Quarterback hohes
Spielverständnis an den Tag legen, um die Defense
„lesen“ zu können, d. h. um die Schwachpunkte in der
Verteidigung erkennen. Und schließlich ist Nervenstärke
unerlässlich, da der Quarterback gleich nach dem Snap
durch die Defense unter Druck gesetzt wird und er
schnell entscheiden muss, welchen Receiver er anwerfen
kann. Wo die Receiver hinlaufen ist in jedem Spielzug
genau festgelegt. Die Laufstrecken werden
Passrouten
genannt. Ein gewöhnlicher Pass dauert vom Snap bis zum
Wurf in der Regel ca. drei, selten mehr als fünf
Sekunden. Sollte der Quarterback feststellen, dass kein
Receiver frei ist, kann er den Passversuch auch
abbrechen und selber mit dem Ball laufen. Viele
Quarterbacks haben „Lieblings-Receiver“ mit denen das
Zusammenspiel besonders gut funktioniert, ihre so
genannten Go-to guys.
Passspielzüge sind sehr variabel in der Taktik. Sie
können vom sehr kurzen, sicheren Pass für 2 bis 3 Yards,
bis hin zum mehr als 40-Yard-Pass geplant sein. Sie
ermöglichen einen schnellen, großen Raumgewinn, für den
beim Laufspiel erheblich mehr Anstrengung aufgebracht
werden müsste. Ein perfekt geworfener/gefangener Ball
ist für die Defense fast nicht zu verteidigen. Sie
müssen sich darauf beschränken, den Receiver nach dem
Fang möglichst schnell zu tacklen. Analog zum großen
Potential steckt aber auch ein ebenso großes Risiko in
ihnen. Ein abgefangener Ball bedeutet nicht selten ein
Touchdown für die Defense, da die Offense für so einen
Fall meist schlecht gerüstet ist: Der einzige
Verteidiger vor Ort ist der Receiver, der sich noch auf
seiner Passroute befindet. Die anderen Receiver, der
Tight End und die Runningbacks sind selber auf ihrer
eigenen Passroute und meist weit weg oder blocken
Gegenspieler. Die Offensive Line ist ebenso mit dem
Blocken beschäftigt und zu langsam um einen agilen
Cornerback einzuholen. Übrig bleibt oft nur der
Quarterback der in einer open field-Situation
ebenfalls große Schwierigkeiten haben wird einen
erfolgreichen Tackle anzubringen.
Fakes
Viele Spielzüge im American
Football sind extra dafür ausgelegt, die Verteidigung zu
verwirren. Bei solchen
Fakes
werden Ballübergaben angetäuscht, Passversuche
angetäuscht, vorgetäuscht, es handele sich um einen
Laufspielzug, der in Wirklichkeit ein Passspielzug ist
und umgekehrt. Fakes machen einen nicht unbedeutenden
Teil der Taktiklastigkeit des Spieles aus. Für die
Defense ist es nämlich dadurch fast unmöglich, schnell
zu erkennen, was wirklich auf dem Platz passiert.
Bei
Fernsehübertragungen von Spielen ist häufig zu sehen,
dass die angetäuschten Ballübergaben so gut sind, dass
der Kameramann nicht mehr weiß wo der Ball ist und
deshalb das Bild kurzzeitig ganz zurückzoomen muss, um
alle möglichen Ballträger im Bild zu haben.
Ein
Beispiel: Nach Spielsituation und Feldposition ist von
der Offense ein einfacher und sicherer Laufspielzug zu
erwarten, um beispielsweise den letzten fehlenden Yard
zum First Down zu erreichen. Der Spielzug startet
mit dem Snap, der Quarterback bewegt sich nach hinten,
der Halfback kommt auf ihn zu und es scheint, als würde
er einen Handoff vom Quarterback bekommen. Darauf
reagiert die Defense. Die Linebacker bewegen sich nach
vorne in Richtung Line of Scrimmage, um den HB
aufzuhalten. Der vermeintliche Handoff war aber ein Fake,
der Quarterback hat immer noch den Ball, die Hände des
tief nach vorn gebückten Runningbacks sind leer. Dadurch
hat sich eine Lücke in der Verteidigung aufgetan, die
Linebacker können nun den hinteren Raum nicht mehr gegen
Passversuche abdecken. In diesen freien Raum läuft ein
Wide Receiver, der nun ungedeckt ist und somit sicher
angeworfen werden kann, und der nun auch noch weitere
Yards Raumgewinn erlaufen kann, weil ja niemand in der
Nähe ist, um ihn zu stoppen. In der Praxis hängt die
Wirkung eines solchen play action-passes davon
ab, wie gut der Fake war, wie schnell die Defense ihren
Fehler erkennt und ob die Linebacker schnell genug sind,
ihn wieder auszubügeln.
Defense-Spielzüge
Da
die Defense flexibel auf die Spielzüge der Offense
reagieren muss, gibt es außer den Grundaufstellungen und
den zu verteidigenden Zonen oder Gegenspielern kaum
festgelegte Spielzüge. Einige Ausnahmen:
Blitzes
Dabei
versucht die Defense, Druck auf den Quarterback
auszuüben, indem ein oder mehrere Spieler die
Offense-Line durchbrechen bzw. umgehen. Der blitzende
Spieler kann dabei ein Linebacker oder (riskant, aber
effektiv) ein Cornerback sein, manchmal sogar ein Safety.
Wie bei den Offense-Spielzügen hängt der Erfolg eines
Blitzes neben der Athletik und Schnelligkeit der Spieler
vor allem vom Überraschungsmoment ab. Erkennt der
Quarterback, woher der Blitz kommt, hat er eine
verwundbare Stelle der Verteidigung vor sich. Z. T.
werden Blitzes auch nur angetäuscht, um den Quarterback
zu verunsichern oder ihn zu einer schlechten
Entscheidung zu verleiten.
Defensive Stunts
Der Defensive Stunt ist
eine weitere Variante, die Offense unter Druck zu
setzten. Dabei stellen sich die D-line-Spieler und
Linebacker in die für ihre Formation gewöhnlichen
Positionen auf , tauschen aber ihre Assignments
(Aufgaben) nach dem Snap mit dem Nebenmann oder mit
einem vorher abgesprochenen Partner. So greift z.B. ein
Defense End in der Mitte an und der Defense Tackle
übernimmt die Außenseite. Das soll
Abstimmungsschwierigkeiten innerhalb der gegnerischen
Offensive Line
hervorrufen.
D-Line Shifts
Ein ähnliches Ziel verfolgen die
D-line Shifts. Auch hierbei stellen sich die
Defensive Linemen
zum Beispiel in einem Gap auf, wechseln aber kurz vor
dem Snap die Position (zum Beispiel Head-on zum O-Line
Spieler). Das hat mehrere Wirkungen. Erstens bringt es
die
Offensive Line
durcheinander weil die geplanten Blockschemen evtl. nun
nicht mehr passen und es zu spät ist um sich neu
abzusprechen. Und zweitens zwingt es den QB zu möglichen
Audibiles, die den Spielzug ändern, wenn er sieht dass
z. B. die D-line stark auf die Seite des geplanten
Spielzuges shiftet und ihn für die Offense unmöglich
macht. Das wiederum verrät der Defense etwas über den
geplanten Spielzug.
Rückennummern
Die Rückennummern haben
normalerweise eine feste Zuteilung, nicht zuletzt zur
Orientierung der Schiedsrichter. So dürfen
beispielsweise in der Offense Spieler mit den Nummern
50-79 (Offensive
Line) keine Bälle
fangen und diesen auch sonst nur als freien Ball (z. B.
Fumble)
berühren.
-
1–19: Quarterbacks, Kicker, Punter und Wide Receiver
-
20–49: Runnings Backs
-
50–59: Center und Linebacker
-
60–79: Defense-Linemen, Offense-Linemen (Guards,
Tackles)
-
80–89: Wide Receiver, Tight Ends
-
90–99: Defensive-Linemen (Defensive Ends, Defensive
Tackles)
Des
Weiteren gibt es in jedem Team sog. retired numbers
(zurückgezogene Nummern). Die Nummern gehörten früher
besonders großartigen Spielern, werden mit diesen
assoziiert und sozusagen als Ehrung nicht mehr vergeben.
Verbreitung
Weltweit
Der Weltverband
International Federation of
American Football (IFAF)
organisiert u. a. die
American-Football-Weltmeisterschaften
und sorgt dafür, dass Football bei Veranstaltungen wie
den
World Games 2005
vertreten ist.
USA
American Football ist vor allem in
Nordamerika verbreitet. In den USA gilt es seit den
1970er
Jahren als die populärste Sportart überhaupt (vorher
dominierte
Baseball).
Praktisch jede
High School
und jedes
College
besitzt ein Team auf unterschiedlich hohem
Leistungsniveau, in verschiedenen Ligen innerhalb der
NCAA
organisiert. Die mehreren hundert Mannschaften in den
oberen Ligen des
College Football
spielen jeden Herbst etwa zwölf Spiele innerhalb ihrer
jeweiligen Gruppe. Die besten Teams werden zu den
Bowl-Spielen zu Neujahr eingeladen, etwa zur
Rose Bowl
in
Pasadena.
Dieses Spiel hat eine über 100-jährige Tradition.
Die bekannteste nordamerikanische
Profiliga ist die
National Football League
(NFL), die seit 1920 existiert, mithin erst Jahrzehnte
nach dem College Football entstand. Das Finale der NFL,
der so genannte
Super Bowl,
ist das wichtigste Fernseh-Event der USA und gilt als
weltweit populärste jährliche Sportveranstaltung. Hier
treten die Champions der beiden NFL-Ligen NFC und AFC
gegeneinander an. Diese Tradition begann 1967, als die
NFL und die Konkurrenzliga AFL als Vorbereitung einer
Fusion ihre Champions gegeneinander spielen ließen.
Daneben gab und gibt es immer wieder Konkurrenzligen,
etwa die
USFL
oder die
XFL.
Europa
Im
Gegensatz zu den USA, wo nur von Sommer bis Januar
Football gespielt wird (auch unter widrigsten
Witterungsbedingungen), wird in Europa im Sommerhalbjahr
von Frühling bis Herbst gespielt.
In Deutschland wurden Ende der
1970er Jahre mit den
Frankfurter Löwen
(Gründungsjahr 1977) und den
Düsseldorf Panther
die ersten Vereinsmannschaften gegründet, wobei hier
stationierte US-Amerikaner als Spieler und Trainer
mitgewirkt haben.
Seit den 1980ern wird auch
American Football in der Schweiz
gespielt.
Die höchste reguläre Liga in
Deutschland ist die
German Football League
(GFL), die in eine Nord- und eine Südgruppe eingeteilt
ist und zwölf Mannschaften beinhaltet. Das Finale der
GFL ist der
German Bowl.
Darunter befindet sich eine ebenso zweigeteilte
2. Bundesliga mit 16 Mannschaften. Es folgen diverse
weitere Ligen (Regionalligen, Oberligen, Verbandsligen,
Landesligen, Aufbauligen). Ebenso gibt es umfangreichen
Spielbetrieb im Jugendbereich.
Football gibt es seit Anfang der
1990er
Jahre auch auf Hochschulebene. Das Finale ist der
jährlich ausgetragene Hochschulbowl. Kurz darauf treffen
sich dann die besten Hochschulspieler in der
universitären Nationalmannschaft, den
GERmaniacs.
Die höchste reguläre Liga in
Österreich ist die
Austrian Football League
(AFL). Das Finale der AFL ist der
Austrian Bowl.
Seit den
1980ern
werden Europa-Meisterschaften unter Nationen, der
Eurobowl
der Vereine sowie der
EFAF-Cup
durch die
European Federation of American
Football (EFAF)
ausgetragen. Seit einigen Jahren werden
Weltmeisterschaften ausgetragen, wobei Japan dominierte.
Mit einer größeren Popularität und
Fernsehübertragungen spielt die
NFL Europa,
die von der NFL organisiert und finanziert wird. Es
handelt sich im Unterschied zur GFL um eine reine
Profiliga, die aber nicht mit dem europäischen
Spielbetrieb gekoppelt ist. Die Spieler sind meist
NFL-Reservespieler oder ehrgeizige Ex-College-Spieler,
die sich für höhere Aufgaben in der NFL empfehlen
möchten. Einigen gelang es dank der Spielpraxis in
Europa, sich für die NFL zu empfehlen. Zudem sind
jeweils acht nicht aus den USA stammende Spieler (sog.
Nationals) im Team, die überwiegend aus Europa, Japan
oder Mexiko kommen, um die Publikumsbindung zu erhöhen.
Fünf der derzeit sechs Teams der NFL Europa spielen in
Deutschland:
Frankfurt Galaxy,
Rhein Fire
(Düsseldorf),
Berlin Thunder,
Cologne Centurions
(Köln), sowie die für 2005 neuen
Hamburg Sea Devils.
Einziges nichtdeutsches Team sind die
Amsterdam Admirals
(Niederlande).